Vorgefertigter Stampflehm

Geschichte

1986, in folge verschiedener Erfahrungen im Bereich Lehmbau, entwickelt Nicolas Meunier eine Technik für vorgefertigten Stampflehmbau, mit dem Ziel die traditionelle Technik dem aktuellen wirtschaftlichen und sozialen Kontext in Europa anzupassen.

1987, machte er erste Experimente die Blöcke zu Heben und zu Manipulieren. Im folgenden Jahr baute er ein Einfamilienhaus mit vorgefertigtem Stampflehmbau.

Prinzip

Auf der Baustelle wird der Stampflehmblock auf dem Boden und in einer Schalung mit variabler Grösse vorgefertigt. Die Erde wird darin Schicht für Schicht gestampft. Die Schalung wird unverzüglich vom Block entfernt und dieser mithilfe eines Hebekrans auf der Mauer, auf einer dünnen Kalkmörtelschicht, positioniert.
Die maximale Grösse der Blöcke beträgt in der Länge 2,20m, bei einer Höhe von 1 m und einer Stärke von 50cm.

Eigenschaften

  • Die architektonischen Möglichkeiten sind ebenso gross wie bei der traditionellen Bauweise des Stampflehmbaus.
  • Alle Qualitäten des Materials bleiben erhalten.
  • Geringe Investition von speziellem Material.
  • Benötigt ein starkes Hebezeug.
  • Keine Lagerung der Elemente notwendig.
  • Keine Trockenzeit nötig vor der Ausführung.
  • Weniger Umsetzen von Material auf der Baustelle.
  • Ausführung auch bei Regen möglich.
  • Arbeit ebenerdig, daher Erleichterung des Schalens, Füllens, Stampfens und Ausschalens.
  • Vereinfachung und Effektivität der Handgriffe bei der Herstellung.
  • Qualitätskontrolle des Elements vor dem Setzen möglich.
  • Vereinfachung spezieller Punkte am Gebäude : Stabilisierung, Öffnungen, Abschrägungen, Falze.
    Die Produktion der Blöcke zu zentralisieren, sie zu lagern und sie über viele Kilometer hinweg zu transportieren ist technisch zwar einfach, aber sozial und ökologisch widersinnig.
Maison neuve en pisé préfabriqué
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